Hundehilfe
Eifel
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Aus Lea wird nun Maja und dem Namenswechsel ging kurz zuvor ein Ortswechsel voraus, denn Maya lebt nun im ländlichen Kevelaer bei Familie L. und ihrem 10-jährigen Hovawart-Rüden Max.
Keine leichte Aufgabe, eine verantwortungsvolle Familie zu finden, die nicht nur Augen für Leas Schönheit und ihren wunderbaren Charakter hatte, sondern auch die tierärztliche Diagnose (beidseitig HD/ED) ernst nahm, sie weder unter- aber auch nicht überschätzte... Lange haben wir gesucht - es gab soooo viele Anfragen für Lea, aber nur eine erschien uns "gut genug"...
Es folgten mehrere Schnuppertermine mit Simone und Anthony L. und auch Max, der 10-jährige kastrierte Hovawart-Rüde im Hause L. gab grünes Licht für die Familienerweiterung..., die sich dann aber noch etwas hinzog, denn zwischen den Schnupperterminen wurde Lea läufig und Old-Max verfiel in einen wahren Liebesrausch. Nun aber ist alles überstanden und sie darf in ihr neues Zuhause umziehen: Lea, jetzt Maya... welcome to Kevelaer!
02. Januar 2008
Aktuelle Photos von Maya.. groß & kräftig ist sie geworden, die hübsche "Maus"...
31. August 2007
Heute war "Maya-Tag" - fast 3 Wochen nach Maya´s Umzug heute nun das 1. Wiedersehen mit der "kleinen" Power-Maus. Ein kurzes, prägnantes "Wuff" nach dem Öffnen der Haustür - viel Zeit für eine ordentliche Begrüßung von Simone blieb mir nicht - denn im Handumdrehen hatte Maya das "Mitbringsel" in meiner Handtasche erschnuppert... ein Kauknochen war dann doch viiiel interessanter als meine Wiedersehensfreude! Maya... einfach nur wunderhübsch, selbstbewusst wie eh und je und auf die Summe ihrer Vorteile bedacht... ein "richtiger" Hund eben!
Kaum war der Knochen bis zur Hälfte zerlegt, zeigte mir Maya stolz ihr neues "Körbchen" - kein Wunder, dass sie sich hierin "bernerwohl" fühlt, ähnelt es doch eher einer großen kuschelweichen Spielwiese. Max kennt die Vorzüge dieses XXL-Diwans schon seit langem und... keine Frage, dass auch Maya´s Traumwiese dem im Nichts nachstehen sollte. Anthony L., ruhiger und konsequenter Dirigent im und von Haus, Heim und Hunden (leider etwas "kamerascheu"...) hat auch dieses Hundebett eigenhändig gebaut und ausgestattet. Gut, dass meine Hunde diese Deluxe-Dreamgondel nicht gesehen haben... sie würden wohl unisono ihre Körbchen vor die Tür stellen und bei Anthony eine Neubestellung aufgeben!
In Hovawart Max hat Maya ihren Meister gefunden... aus der ehemals rüpeligen Lea ist eine sittsame Hundekumpeline Maya geworden. Der Ruhe und Souveränität von Max sei gedankt! Nur manchmal... gaaaanz heimlich, wenn (sie glaubt, dass...) weder Hunde- noch Menschenaugen wachsam sind, wird der letzte Knusperkrümel von Max´s Schlafplatz gemopst... bis ein kurzes energisches "Nein" aus Frauchen´s Munde ertönt und dem Mundraub ein erfolgloses Ende beschert. Versuch macht eben doch klug! Auch das übrige Hunde - 1 x 1 wird von Frauchen Simone auf den täglichen Spaziergängen liebevoll und konsequent geübt - eine Herausforderung der mitunter besonderen Art, macht Maya ihrem "Dickschädel" doch regelmäßig alle Ehre... Gut, dass sowohl Simone als auch Anthony bereits durch Max´s (ehemalige) Sturm- und Drangzeiten bestens darauf vorbereitet sind.
Und nicht nur mit Max hat Maya das große Los gezogen! Auch der "zweibeinige" Nachwuchs im Hause L. hat Maya bereits fest in ihr Herz geschlossen und es war sehr beeindruckend zu sehen, wie gelassen und respektvoll sich Maya im Kreise ihrer Familie präsentiert. Der Umgang zwischen Maya und den Kindern war von Anfang an problemlos; hier zeigen sich sowohl Maya als auch die Kinder von ihrer allerbesten Seite: Maya... ruhig und nicht stürmisch, abwartend (ob nicht doch ein Kekskrümel aus der kleinen Hand fällt....???) und nicht fordernd. Und auch Joshua und Emma ihrerseits kennen ihre Grenzen und halten sich an die Anweisungen und Erklärungen ihrer Eltern. Eigentlich hätte diese Vermittlung gar keine werden dürfen, denn gibt es ein handfestes (zumindest grundsätzliches...) K.O.-Kriterium nach meinem Vermittlungsverständnis, dann waren es bisher Kleinkinder per se... die kleinen, zeitintensiven, wenig "hundekompatiblen", weil unberechenbaren (B)Engel im Zwergenformat... alles Gründe, die erfahrungsgemäß in einer Vielzahl von Vermittlungen oftmals wieder zu einer Abgabe des Hundes führen. Aber - keine Regel ohne Ausnahme... und in diesem Fall bin ich sehr froh, über meinen eigenen Schatten gesprungen zu sein!
Aber nun genug der Worte... lassen wir die heutigen Photos sprechen - von einer zufriedenen und glücklichen Maya (die, mit dem rosa Halsband, weil sie nun eine junge Lady ist...):
Simone und Anthony - vielen Dank, dass Ihr Maya so vorbehaltlos in Eure Familie und Euer Leben aufgenommen habt!
13. August 2007
Liebe Frau Wald,
nach einem harmonischen Start am Samstag ( die Autofahrt hin und zurück ausgenommen) schien Lea gestern doch etwas leidend und war sehr ruhig. Ich glaube, sie vermisst Sie. Erschwerend kam noch hinzu, dass sie heftige Blähungen und Durchfälle plagten. Heute geht es ihr schon besser, aber sie ist immer noch nicht die "Alte".
Nochmals vielen Dank, dass Sie sich die letzten Monate so rührend um Lea gekümmert haben, der Abschied ist Ihnen sicherlich nicht leicht gefallen! Wir werden uns gut um sie kümmern!
Der Familienrat hat übrigens entschieden, dass Lea jetzt definitiv Maya heißt (Pupsi würde allerdings auch passen...).
ich werde Sie auf dem laufenden halten,
Gruß Simone

Pfiffiger Blick - pfiffige Persönlichkeit... und eine wahre Schönheit noch dazu... das ist Lea, eine noch sehr junge Berner Sennenhündin. Ein liebenswerter Troll, der es faustdick hinter den plüschigen Ohren hat!
Wäre eine Geburt als Berner Sennenhund gescheitert, hätte sie das Gewand eines Border Collies gewählt, ganz sicher! Sehr aktiv, sehr bewegungsfreudig, wahnsinnig intelligent und immer eine Gedankenlänge voraus, wenn es um die Erreichung ihrer Ziele geht. Diese junge Dame - sie weiß genau, was sie will! Ohne Übertreibung darf man sagen, dass sie in ihrem Leben bisher eines perfektioniert hat: gefallen wollen, einschleimen und jeden - auch und besonders Fremde - davon zu überzeugen, dass sie der größte Fixstern am Himmel ist. Diese Überzeugungsarbeit leistet sie mit ganzem Körpereinsatz, einem unwiderstehlichen Augenaufschlag und wer sie nicht freiwillig beachtet, streichelt, herzt und "busselt", der wird auf stürmisch-aufdringliche Art genötigt. Es kann nur eine geben - Leas ganz persönliches Kennenlern-Motto und bereits aus der Ferne sendet sie schmachtende "Hab-mich-lieb-Blicke" an das Objekt ihrer Begierde - ganz egal, ob es 2 oder 4 Beine hat. Der geübte Hundefreund erkennt bereits: es hängt noch sehr viel Erziehungspotenzial in der Luft, um aus dem weiblichen Pendant von "Michel aus Lönneberga" ein gesittetes Abbild von Audrey Hepburn zu machen...

Die positiven Eigenschaften von Lea gleich mal vorweg: sie ist ein absoluter Menschenfreund und versteht sich mit Artgenossen beiderlei Geschlechtes. Auch die Katzen, die sie bei unserem letzten Tierarztbesuch im Wartezimmer kennen gelernt hat (eine in der Box, eine auf dem Schoss ihrer Besitzer) bedienen definitiv nicht ihr Beuteschema. Ebenso wenig bringen sie Hasen auf dem Feld aus der Fassung, nur ihre Neugierde wächst ins Unermessliche... UND der größte Vorteil schlechthin für Leas Hundeknigge-Fortgeschrittenen-Kurs: sie ist korrupt und höchst bestechlich!
Was Politiker und Vorstandsvorsitzende dieser Tage geradewegs den Weg ins Kittchen ebnet, führt bei Lea zu einem 100%igen Erziehungserfolg - egal, was sie gerade lernen soll. Aber, Vorsicht! Denn jegliche Motivations-Manipulations-Versuche haben etwas Boomerang-Artiges: Lea versteht blitzschnell, was sie tun soll (im Tausch für Futter, Spielzeug oder eine Streicheleinheit), aber wie gesagt... sie ist SEHR intelligent und am Ende kann es passieren, dass das andere Ende der Leine manipuliert wird, ohne es zu merken. So geschehen, als Lea lernen sollte, dass Rossäpfel nicht zu den Grundnahrungsmitteln zählen und schlichtes Liegen lassen angesagt ist. Es fiel ihr schwer, sehr schwer - sie wollte diese duftenden Hinterlassenschaften eigentlich nicht wirklich fressen, aber es war eine Mordsgaudi für sie, hinein zu beißen, darauf herumzukauen und mit einem gezielten Maulweitwurf wieder auszuspuken. Was ihr auch meistens gelang, wenn der Produzent kein Konsument von "Immodium akut" war. Wenn doch... na ja, lassen wir das...
Zurück zu Lea und der 1. Lektion ihres Lebens! Das Blickkontakt-Halten hatte sie im Handumdrehen heraus und im nächsten Erziehungsschritt lernte sie, dass sie neben den Hinterlassenschaften absitzen sollte (damit auch im Freilauf auf Distanz keine eigenständige Menüauswahl stattfand...). Lea, the super brain, verstand auf Anhieb; Gefahr erkannt - Gefahr gebannt, richtig? Nun ja, gefressen hat Lea nichts mehr, aber sie ging auch nicht weiter, es sei denn, sie bekam ihre Belohnung. Falls nicht, blieb sie schlichtweg neben den großen Klösschen sitzen... geduldig, erwartungsvoll, (un)bestechlich!
Auf den Spaziergängen mutiert Lea zu einem wahren Energiebündel. Sie lebt nach dem Vollgas-Prinzip: Pfote auf´s Gas und bloß nicht Bremsen! Wer unter die Räder kommt, ist selber schuld - ich bremse nicht für andere; wer langsamer als 30 Km/h rennt, ist selber schuld... usw, usw. Hier kommen wir dann auch so langsam zu einem Punkt, an dem die neue Familie ihre Kompromissbereitschaft bei aller Liebe zu Lea einschränken sollte. Denn nicht jeder Hund möchte gerne im wahrsten Sinne des Wortes von Lea "überfahren" werden! Und sicherlich auch nicht jeder Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer, Kleinkinder, Omi und Opi... - Konsequenz ist hier das Schlüsselwort - egal, wie lieblich-kokett und herzerweichend niedlich Lea dabei ausschaut. Resistent gegen Zuckerwatte sollten Sie schon sein, wenn Sie sich ernsthaft für Lea interessieren!!! Und (Entschuldigungs-)Sprüche wie "... die tut nix" sollten erst überhaupt keinen Einzug in Ihr Sprachrepertoire erhalten!
Nach den täglichen Spaziergängen zeigt sich Lea mittlerweile im Haus von ihrer besten Seite - ruhig, ausgeglichen mit viel Hang zum Schlafen und Dösen. Das war leider nicht immer so... In der 1. Woche nach ihrer Übernahme hat Lea bei uns und unseren Hunden gleichermaßen für den plötzlichen Ausbruch des ADS-Syndroms gesorgt - Hektik im XXL-Format, egal, wohin man sah. Das Erbe ihres bisherigen Vorlebens, das geprägt war von 4 Kleinkindern und einem dauerhaften 12h + Aktionsprogramm nach Rückkehr der Kinder aus dem Kindergarten bzw. der Schule bis in den späten Abend. Zur Ruhe kam Lea eigentlich nur Nachts... Unser Eindruck die ersten Tage? Lea goes Ecstasy...!
Nun ja, alles Schnee von gestern! Was bleibt, ist eine sehr aktive und hochinteressierte Lea. Und hier kommen wir dann auch zu den Gemeinsamkeiten zwischen Lea und Loreley Gilmore, vom 1. Buchstaben einmal abgesehen. Wäre Lea ein Mensch, sie würde den Rekord im Dauerquasseln und Fragen nach dem Sinn des Lebens aufstellen... mit 1.000 Augen und noch mehr Beinen, um an mindestens 50 Orten gleichzeitig sein zu können - alles andere wäre nämlich langweilig!

Leas "Ich-mach-mir-die-Welt-wide-wide-witt-sie-mir-gefällt"-Einstellung bringt mich ständig zum Lachen und zeigt, welches Potenzial in dieser unverdorbenen und sehr offenen Hündin steckt. Sicherlich nicht jedermanns Sache... auf keinen Fall für Sofa- und Stubenhocker, für die hündische Intelligenzspiele und eine knochenschonende sportliche Aufgabe á la Obedience ein Fremdwort sind. Knochenschonend deshalb... weil Lea bereits HD/ED-positiv ist. Auch ein Erbe ihrer vorherigen Haltung, teilweise jedenfalls - der maßgebliche Verursacheranteil entfällt ohne Zweifel auf ihren "Züchter" und das schnelle Geld, das mit dem jährlichen Welpenverkauf ohne Rücksicht auf gesundes "Erbmaterial" gescheffelt wird.
Wir haben Lea kurz nach ihrer Übernahme komplett röntgen lassen - beidseitig (mittlere) HD/ED, dafür aber eine wunderbare Hals- und Lendenwirbelsäule und zwei völlig gesunde Schultern. Auch ihre Blutwerte sind 1a. Trotz der wenig erfreulichen Diagnose benötigt Lea keine OP - sie ist bei angemessener körperlicher Auslastung völlig schmerzfrei und besticht durch blitzschnelles Aufstehen, Hinsetzen und Hinlegen. Angemessen... das heißt ca. 2 Spaziergänge pro Tag, max. jeweils 45 Minuten bei gemächlichem Tempo und mit nur kurzen und nicht zu rabiaten Lauf-, Renn- und Spieleinheiten. Leas Muskelaufbau zur Entlastung ihres Knochenbaus hat in den letzten Wochen sehr gute Fortschritte gemacht - ihr Gangwerk ist jetzt viel harmonischer und geschmeidiger - kein Vergleich zu ihrem Humpeln und Hinken, dass sie uns die ersten Tage zeigte. Keine Kondition, keine Muskeln, viel Schmerzen...
Trotz ihrer vielen gesundheitlichen Fortschritte gibt es keine Garantie, dass Lea vielleicht nicht doch einmal in den nächsten Jahren eine OP oder ggf. Goldimplantate benötigt... viel wird davon abhängen, wie Lea in den nächsten Monaten und Jahren "strapaziert" wird.
Lea lebt bei uns mit 4 weiteren Hunden zusammen - problemlos. Sie benötigt eine konsequente Erziehung, Regeln und Grenzen, die es einzuhalten gilt, damit Mensch & (vorhandenes Ge-)Tier im neuen Familienverbund nicht vom Fixsternchen Lea überstrahlt werden...

Ein ebenerdiges Zuhause, viel Zeit und Energie für die weitere Erziehung, Verständnis für ihr "Handicap" (aber bitte kein Mitleid...) und die unerschütterliche Bereitschaft, Lea nun ein lebenslanges, wunderbares Zuhause zu bieten... das sind die Voraussetzungen, die Sie mitbringen sollten, wenn Sie sich per Vermittlungsanfrage um Lea bewerben möchten. Sie werden belohnt mit einem einwandfreien Charakter auf 4 Pfoten, einer wunderbaren jungen Hündin, die nach einem bescheidenen Start ins Leben auf ihre 2. Chance hofft. VERMITTELT!