Hundehilfe Eifel

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Privater Tierschutz & Hundeschule

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Lucy, Berner-Sennenhündin

Die hübsche Lucy... ein Berner Sennenhund, wie er bzw. sie nicht "ganz" im Buche steht: etwas zu klein geraten, eine traurige Vergangenheit. Gezüchtet, vermittelt, zurückgegeben, als "Zuchthündin" vorgesehen und mangels Erfolg entsorgt...

Nach einer überstandenen (Not)OP in der Kleinen Arche Straelen erfolgte ihr Umzug zu uns in die Pflegestelle. Die körperlichen Wunden waren bald verheilt und Lucy´s Lebensweg führte nunmehr unaufhaltsam in eine Richtung: schnur geradeaus, den Blick fest nach vorne gerichtet...

Aus der anfänglich sehr, sehr ängstlichen Hündin in Dauer-Duck-Haltung wurde schnell eine aufgeweckte, lebenslustige "Mamsell" und endlich fanden wir auch mit Familie R. aus der Nähe von Hanau ganz wunderbare Menschen mit einem Riesenherz für große, kleine Berner Sennenhunde.

Bis zum endgültigen Umzug in die neue Heimat vergingen noch ein paar sehnsüchtige Wochen und Anfang Oktober 2006 war es dann endlich soweit: aus Lucy wird Minnie Mouse und aus dem Hunde-Katzen-Trio im Hause R. nun endlich ein Quartett!

 

30. Juli 2007

Und weiter geht´s mit Minni Mouse. Jetzt ist sie schon 10 Monate bei uns und auch nicht mehr wegzudenken. Sie ist der Hund, der am wenigsten Arbeit machte und sich ab dem ersten Tag problemlos in unser Leben einfügte. OK, sie ist schwer erziehbar aber ihren Unsinn macht sie mit solch einem Charme.....wer kann ihr da böse sein. Hochspringen und Beine zerkratzen ist ihr Hobby. Aber sie stößt da bei uns auf volles Verständnis, denn sie ist ja sooooo klein. Und wir brauchen uns dann beim Streicheln nicht zu bücken. Auch beim Spaziergang verliert sie sich in ihrer eigenen Welt. Boa ein Schmetterling, da eine Kröte, da muß ich mal hin. Huch, die will mich fressen.....oder doch nicht? Ich gehe mal näher, hups die kann ja springen, Muddiiiiiii warte doch mal, guck mal was ich hier habe..........oder eine Blindschleiche, ach nee da hat sie Angst. Muddi ich komeeeeee. Mit ihr erleben wir die Natur gerade noch einmal.

Mitte März mußten wir leider unseren „Bissig“ Berner Bendi gehen lassen. Seine Neuro-Borelliose machte ihm zu arge Schmerzen und eine angegriffene Niere tat ihr übriges. Nachdem ich ein intensives Gespräch mit ihm geführt hatte, konnte er mich überreden, den letzten Gang mit ihm zu gehen. Und welcher Berner wird leider heutzutage volle 9 Jahre.

Natürlich wurde dieses leere Körbchen wieder besetzt. Lange überlegte ich hin und her....er muß sich mit anderen Hunden vertragen ist bei uns oberstes Gebot.........war bei uns oberstes Gebot, denn dann sah ich IHN. Berner-Neufi Mix 6 Jahre an der Leine auf einer Terrasse soll eingeschläfert werden, verträgt sich angeblich mit allem und jedem. Jaja, ihr lest das angeblich.

Willi kam und vertrug sich sofort mit Jeanny und Minni. Auch Venus hatte ihn nach 2 Tage voll im Griff. Aber Spaziergänge mit Hundebegegnungen sind ein Graus. Aber das ist eine andere Geschichte.

Als es im April so heiß war, merkte ich, daß Minni immer mehr hinter uns blieb und sie sich oft hinlegte. Also nahm ich sie zu den kurzen Spaziergängen mit Willi mit, der noch Muskulatur aufbauen muß. Und was soll ich sagen, schlechte Angewohnheiten nimmt man ja schnell an. Es dauerte nicht lange und auch Minni meinte zu bellen, wenn ein fremder Hund kam. Es sah halt nicht so imposant aus wie bei Willi, der jenseits der 70 cm SH und damals noch 55 kg mit sich brachte. Da Minni viel zu kurze Beine hat, machte ich eine Vermikulite Kur mit ihr, daß ihr bei Arthrose helfen kann und was soll ich sagen, mit der Zeit wurde sie wieder lauffreudig und konnte mit der großen Meute laufen.

Und so verging die Zeit wie im Fluge und eines Tages beim krabbeln und zappeln, entdeckte ich eine dritte Beule an Minnis unterer Schwanzseite. Aufgereiht wie eine Perlenkette. Ab zum Tierarzt und er hofft auf Grützbeutel, sagt aber gleich, wenn es was bösartiges ist, muß er den Schwanz amputieren. Och nöö sag ich, denn ohne Propeller kommt Minni doch nicht mehr vorwärts. Sagt der TA, lieber weniger Minni als gar keine mehr. Hat er Recht. Also es waren nur Grützbeutel und jetzt hat sie einen Rattenschwanz mit 3 Nähten. Die erste Nacht ging mit Kinderschwimmreif recht gut, bis sie raus fand, daß Gummi-Minni wenigstens an die letzte Naht drankommt. Also Tüte drauf. Ohjeee, die fand sie gar nicht toll. Da ich extra Urlaub genommen hatte, auch Willi wurde am Auge operiert, mußte sie ihn nur Nachts tragen und seit gestern gar nicht mehr. So, das ist es erstmal aus Minni’s abenteuerlichem Leben. Bis die Tage.

tierliebe Grüße, Ingrid, Jeanny, Minni Mouse, Mr. Willi Wilson und Venus

 

23. Juli 2007

Photogrüsse von einer albernen und einer wunderschönen Minnie..

05. November 2006

Minnie-Mouse, (formerly known as Lucy) ist heute genau 4 Wochen bei uns. Und wie packt man ereignisreiche 4 Wochen in paar kurze Sätze?

Also die ersten 2 Tage war sie wohl schüchtern, aber neugierig. Und auf diese Neugierde kann man aufbauen. Bei mir leben zur Zeit eine sexuell mißhandelte Appenzellerin, die Jeanny (7 J., panisch bei Menschen), ein bissiger Berner, der Bendi (El Bandito, 8 J., durch eine Borelliose nerven-und nierenkrank) und eine ehemals bulgarische Straßenkatze, die Venus (7 J.), auch Nuß genannt und Chef der Truppe.

Durch die bewundernswerte Vorarbeit der Kleinen Arche und Martina ist aus einem schüchternen kleinen Mäusi eine selbstbewußte kleine Maus geworden. Und in den letzten 4 Wochen wurde eine höchst alberne und lustige Spring-Rennmaus daraus. In meinen 36 Jahren Not-Hund-Haltung habe ich eine so schnelle Veränderung noch nicht erlebt. Dieser Clown, diese Wuchtbrumme, dieser Sonnenschein hat eine Lebenslust, es ist einfach toll.

Mit den vorhandenen Tieren gibt es keinerlei Probleme, Jeanny sowie Bendi haben nur Angst vor Menschen und sind mit allen Tieren hochsozial. Schon am dritten Tag habe ich ihr einen Teil meiner Gassihunde gezeigt. Sie mag Hunde, jeder Größe, jeden Geschlechtes und jeder Rasse. Zuerst kamen die 2 Kleinen, ein Jack Russel und eine Mischlingshündin mit steifen Hinterbeinchen. Das lief so toll, da konnten wir doch gleich auch mit dem Rest laufen. Erstmal kleine Runden, nicht daß sie Muskelkater bekommt. Also da ist ein Sloughi Rüde, 2 Golden Retriever Rüden, eine Beauceron Hündin, eine Pudelmixdame und ein weiblicher, sehr scheuer Windhundmischling aus Spanien. Und Minnie liebt sie alle und alle lieben Minnie.

Besonders die anderen Hundebesitzer können bei ihren lustigen Bocksprüngen durch den Wald nicht ernst bleiben. Alle 10 Meter sucht sie nach mir, kommt und leckt meine Hand und hoplla di hopp geht es weiter. Das war zu eindeutig, sie kann im Wald von der Leine. Auch die schwierigen Hunde von unserer Sonntag Wandergruppe, eine Pyrenäen Berghündin (mag eigentlich keine Weibchen) und ein großer Mischling (mag eigentlich gar keine neuen Hunde) haben erstaunlicherweise mit solch einer Minnie kein Problem.

Auch in Haus und Garten ist sie keck und erinnert stark an einen Welpen. Sie fegt mit ihrem Ball durch den Garten, hat sofort den kleinen Teich als Trinknapf entdeckt und liegt sehr gerne mit Venus in der Sonne. Ich weiß ja nicht, ob sie Katzen vorher kannte, aber mit Venus läuft es super. Nun haben die Beiden auch was gemeinsam. Venus ist auch ein Bonsai und hat die Größe einer 6 Monaten alten Katze. In der dritten Woche fingen wir mit der Erziehung an. Vorher sagte ich ihr, was sie machen soll und sie machte es. Da ich aber ahnte, daß sie mich eigentlich nicht versteht, kamen jetzt die Wörter und Handzeichen dazu. Sie lernt nicht nur schnell, es scheint ihr auch Spaß zu machen. Sitz und Platz kann sie, sie kennt ihren Namen und weiß auch was hier und leider auch Aus ist. Durch ihr Pföteln an meinen Waden sind diese inzwischen blau und ich muß es ihr leider abgewöhnen. Nur die vermaledeite Hundeklappe. Nee die ist ihr sehr suspekt. Da es aber mit hochgebundener Tür langsam kalt wird, müssen wir da noch intensiv mit Leberwurst dran......

Ihre Umstellung auf Rohfutter (BARF) verlief ohne Probleme. Ich glaube am Besten gefallen ihr die Hühnerhälse, die es einmal die Woche gibt. Der Rotstich geht langsam aus ihrem Fell und es wird seidig glänzend schwarz. Und bürsten ist so wie streicheln. Da kann Minnie nicht genug von haben. So das war´s erstmal von unserem Traumhund. Ich werde aber gerne weiter berichten, von einer tollen Hündin, die Einzug in unser kleines Paradies gehalten hat und unser Leben um viel Witz bereichert.

Tierliebe Grüße

Ingrid, Jeanny, Venus, Bendi und Minnie

 

01. Oktober 2006

... das Happy-End naht mit grossen Schritten und damit auch der Abschied aus der Pflegestelle... wie immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Aus Lucy wird nun Minnie und Ingrid, ihr Sohn Marvin, Hündin Jeanny und auch Norma von BSiN freuen sich über ein buntes "Seesternchen", das ab heute wieder ein eigenes Zuhause hat.

Alles Gute, süsse Lucy-Minnie...